Wer weniger schläft, hat mehr vom Tag, mag man meinen. Doch ohne Schlaf wird der Mensch schnell zum Schatten seiner selbst. Schlafmangel schadet nicht nur der geistigen und körperlichen Gesundheit sondern kann schon nach 24 Stunden zu Halluzinationen führen. Wie du und deine Familie (wieder) richtig schlafen, habe ich für dich recherchiert.

Schlaf ist mehr als eine Pause

Wenn du denkst, dass der Schlaf ausschließlich dazu dient, sich auszuruhen, dann irrst du. Denn auch in der Nacht arbeitet unser ganzer Organismus auf Hochtouren. Das Immunsystem etwa braucht den Schlaf, um sich täglich neu zu regenerieren und Infekten vorzubeugen. Ist man bereits angeschlagen und leidet sogar unter Fieber, erholt sich der Körper im Schlaf am besten.

Bekommt die Seele keine Entspannung, kann die Folge sogar Depression oder Burn-out sein. Unser Gehirn arbeitet in der Nacht sogar häufiger als am Tag. Und zwar in der sogenannten REM-Phase.

Schlaf macht schlank und schön

Der Erholungsprozess, der in der Nacht stattfindet, wird von einer Vielzahl von Botenstoffen gesteuert wie etwa vom sogenannten Schlafhormon Melatonin. eine hohe Konzentration davon im Blut fördert den Schlaf, ein Mangel des Hormons kann zu Schlafstörungen führen.

Auch den Schönheitsschlaf gibt es wirklich. Grund dafür ist das Wachstumshormon Somatropin, das bei Kindern für das Wachstum des Körpers zuständig ist, aber außerdem zeitlebens Zellschäden in der Haut und im Gewebe repariert. Es ist also nicht nur enorm wichtig für eine straffe Haut, sondern hilft außerdem, Fett aus den Körperzellen abzubauen.

 

Das Einmaleins fürs Schlafzimmer

Die Ideale Temperatur im Schlafzimmer beträgt 16 bis 18 Grad Celsius, dabei kommt der Körper am besten zur Ruhe. Ebenso wichtig ist frische Luft: Wem ein geöffnetes Fenster zu kühl ist oder zu viel Lärm ins Zimmer lässt, der sollte zumindest vor dem Zubettgehen kräftig stoßlüften, damit frischer Sauerstoff das Schlafzimmer erfüllt.

Gleiches gilt am Morgen. schüttele währenddessen das Bettzeug auf und lasse „die Daunen atmen“. Grundsätzlich eignen sich Daunen besonders gut, denn sie speichern die Wärme und sind dennoch atmungsaktiv. Aber auch pflanzliche und synthetische Füllmaterialien sind mittlerweile wärmend, leicht, atmungsaktiv und müssen trotz hoher Qualität nicht zwingend teuer sein.

Das Material der Bettwäsche richtet sich nach deinem Geschmack. Wer es warm und kuschelig mag greift zu Flanell- oder Biberbettwäsche, andere bevorzugen Jerseystoffe. Der Mercedes unter den Bettwäschematerialien ist jedoch Leinen. Es nimmt bis zu 35 % der Luftfeuchtigkeit auf und gibt diese auch wieder an die Umgebungsluft ab. Außerdem ist Leinen sehr strapazierfähig und die Fasern regenerieren sich, sodass du sehr lange Freude an der Bettwäsche haben wirst.

Gute Einschlafhilfen

Trotz Erschöpfung kreisen die Gedanken, machen uns nervös und halten uns von dem ab, was uns gerade so guttun würde. doch Einschlafrituale können helfen. Hier gilt allerdings: Finger weg von Mobiltelefon und Apps! Greife lieber zu ganz einfache Mittel. Ein Entspannungsbad, eine Tasse Tee, ein Buch, Meditation oder Ätherisches Lavendelöl, das du leicht im Schlafzimmer versprühst.

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Kreisen die Gedanken dennoch unentwegt um bestimmte Themen, hilft es, sie niederzuschreiben. Fettreiche Lebensmittel sind schwer verdaulich und fördern nicht die Nachtruhe. Besser sind hingegen Eiweiße, Kohlenhydrate und Milchprodukte. Ein weiteres schlechtes Einschlafmittel ist Alkohol. Zwar mag er die Einschlafzeit verkürzen, führt jedoch zum unruhigen Schlaf.

Die Phasen des Schlafs

  1. Einschlafphase: Hier handelt es sich um die ersten zehn Minuten während des Einschlafens. Der Puls verlangsamt sich, der Körper kommt zur Ruhe und die Atmung wird tiefer.
  2. Leichtschlafphase: Sie macht etwa die Hälfte des Schlafs aus, wir schlafen nun mit entspannten Muskeln.
  3. Tiefschlafphase: In der dritten und wertvollsten Phase für die Regeneration erholen wir uns besonders gut. Wer hier geweckt wird, findet langsamer ins Bewusstsein.
  4. REM-Phase: REM steht für „Rapid Eye Movement“. In dieser Phase beschleunigt sich die Gehirnaktivität enorm. Forscher gehen davon aus, dass wir hier am meisten verarbeiten.

Was sind die 5 häufigsten Mythen?

  • Früh zu Bett gehen: Nicht der Zeitpunkt entscheidet, sondern generell die ersten drei bis vier Stunden. sie sind die mit der höchsten Schlafqualität
  • Acht Stunden Schlaf sind optimal: Grundsätzlich ist die Schlafdauer von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Zwischen fünf und neun Stunden kann alles möglich sein.
  • Mit zunehmendem Alter schlafen wir weniger: Zwar schläft ein 70-Jähriger nachts vielleicht nur fünf bis sechs Stunden, macht dafür aber tagsüber ein oder mehrere Nickerchen
  • Nur durchschlafen heißt gut schlafen: Auch wenn wir uns nicht daran erinnern können, wir wachen nachts bis zu 30-mal auf, ohne es zu merken
  • Fenster auf für Frischluft: Sauerstoff JA. Fenster zwingend auf NEIN. Wer ein kleines Schlafzimmer hat, kann die Tür zum Gang öffnen, um für mehr Sauerstoffzirkulation zu sorgen. Wichtig ist das Lüften vor dem Schlafengehen.

 

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